
im taxi gings dann heute mittag von kreuzberg nach friedrichshain, über die spree hinüber. auf den straßen autos und fahrradfahrer statt traktoren und kühe.
Seit ich im Sommer 2009 das erste Mal im Schwarzwald war - für drei Monate als Dorfschreiberin in der Gemeinde Eisenbach - komme ich jedes Jahr wieder, um die Gegend und die Wälder noch e weng besser kennenzulernen.














ein traktor vom typ "kramer", KL 220, ist das älteste fahrzeug auf dem beierleshof. mehr als 50 jahre hat der traktor auf dem buckel, der noch ein nummernschild hat aus den zeiten, als es "Neu" statt "FR" hiess. 1750 modelle wurden zwischen 1957 und 1958vom KL 220 produziert, der es auf 20 km/h bringt. 


ramona ist 10 jahre alt und fährt schon traktor!
seine vertretung übernahm in der zwischenzeit dieser förster an fäden. in seinem büro hat mir der förster eine statistik gezeigt, die mir wenig hoffnung machte: 1971 gab es im schwarzwald 570 auerhähne. 2008 waren es nur noch 318. obwohl die tiere in der vergangenheit geschont wurden, ist ihr bestand zurück gegangen. "es ist existenzbedrohend", sagte meister. der lebensraum hat sich so stark verändert, dass er nur noch suboptimal ist. füchse, dachse und wildschweine tun ihr übriges. damit ich aber, falls wir glück haben sollten, einen auerhahn auch als solchen erkennen würde, habe ich einige im haus des försters zu gesicht bekommen: 

der wald war auf jeden fall wunderschön.
und sooo viele blaubeeren und sooo viele preiselbeeren!
schönheit hin oder her - auch im wald machte mir förster meister keine falschen versprechen:
es war kein auerhahn. es war ein bollwahn.