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Dienstag, 1. September 2009

Der Abschiedssonntag

kaum sass ich auf der vespa, um vom beierleshof aus meine abschiedstour durch schollach zu beginnen, kamen zwei wanderer des wegs. sie hatten sich e weng verlaufen und fragten nach wasser für ihren hund. das pärchen kam aus sachsen! gern habe ich ihnen gesagt, wo es lang geht und dem tierchen von dem reinen schwarzwälder wasser gegeben.

ich hatte einige ausgaben der taz mit dem artikel über meine dorfschreiberzeit dabei. mit grossem interesse las elfriede im schneckenhof die zeitung aus dem fernen berlin. und: sie spendierte eine runde sekt!

ihr bruder, der bei unserem ersten treffen gesagt hatte, "mit sachsen ham mir nix am hütli", nutzte die gelegenheit, alte sächsische illustrierte aus dem 19. jahrhundert zu zeigen und fotos von 1967 und 1968, als er in leipzig war.

als wir also gemütlich bei sekt und kuchen im garten von schneckenhof sassen, dabei war auch ewald, der hausmeister von der wolfwinkelhalle, kam herr witt, der drahtige radfahrer aus freiburg, den ich schon einmal auf der ofenbank im schwarzwaldhäusle abgelichtet hatte, vorbei. so ein zufall aber auch. zuvor hatte er vergeblich an meiner tür auf dem beierleshof geklopft.

dann gings natürlich zum guscht im bierhäusle. voller freude sah ich, dass eins der fotos, die ich ihm zum geburtstag geschenkt habe, schon einen ehrenplatz gefunden hat.

ein letztes mal schaute ich fasziniert zu, mit welcher bedächtigkeit guscht seine rechnungen schreibt:

dann versuchte ich, ihm eine reise nach berlin schmackhaft zu machen:

und wie sollte es anders sein, das vorerst letzte abendessen im hochschwarzwald gabs im gasthof "engel" auf dem hochberg. der verein "kreatives eisenbach" hatte klaus, silvia und maria schuler und meine wenigkeit eingeladen.

leider sind renate und jürgen holtz, auch vom verein, nicht auf dem bild. ich war wohl zu sehr mit dem essen und der abschiedsmelancholie beschäftigt. die vorzügliche rinderzunge, und alles andere auch, wurde natürlich wieder vom überaus charmanten juniorchef zubereitet.

jetzt hat roswitha noch ein bild geschickt, auf dem alle drauf sind:

3 Kommentare:

  1. Auf Guscht, Du hast noch einen Koffer in Berlin und mit dem Flieger von Basel oder Stuttgart aus bist Du in eineinhalb Stunden dort...

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  2. Die Stadtmaus
    flog mal aus
    ins weite Land hinaus.
    Da gab es Brot und Speck
    und sie war hin und weg.
    Ach, duftet doch der Wald!
    Ach, Luft, wie herrlich Dein Gehalt!
    Am Abend ging sie aus
    und traf zum Plausch vom Land ne Maus.
    Die schwärmte von der Stadt
    und was die alles hat:
    Die Grosse Freiheit!
    Käse und Wurst in höchster Reinheit!
    Die Stadtmaus schüttelte den Kopf ...

    Fortstzung folgt

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  3. Ich glaube, die Geschichte mit der Stadtmaus und der Landmaus paßt nicht so ganz zu
    Eisenbach-Berlin.Wie ich schon einmal geschrieben habe, ist der Roman von Marcel Pagnol "Eine Kindheit in der Provence"
    eine wunderbare Land-Geschichte. Traumhaftes
    läßt sich auf dem Land und in der Stadt
    erleben.
    Wie geht es eigentlich unserer Barbara Bollwahn?

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