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Freitag, 5. Juni 2009

Der Zuchtbulle


im stall ist wirklich respekteinflössend. ich muss mal klaus, den bauern, fragen, wann die nächste besamung ist. das würde mich doch sehr interessieren.

Donnerstag, 4. Juni 2009

Feierabend




nach getaner arbeit mache ich es mir auf der ofenbank, auf der kuscht, gemütlich. es ist unglaublich, aber wahr. mit nur einem armvoll reisig und einigen dickeren ästen, reiswelle genannt, bleibt der ofen die ganze nacht lang bis zum nächsten morgen warm!

Am Wegesrand











Meine neuen Freunde




stehen überall auf den wiesen herum. wenn es auch nur annähernd so viele menschen gäbe wie kühe, ich käme aus dem reden nicht mehr heraus. so begnüge ich mich mit den neugierig-stoischen blicken der milchtiere.

Mein Arbeitsplatz


hier entsteht der nächste jugendroman für den thienemann-verlag. dieses mal geht es um ein 16-jähriges mädchen aus berlin, rosalinde, das gleich nach seiner geburt von der mutter zur adoption gegeben wurde. als sie beschliesst, ihre mutter zu suchen, führt sie ihre suche in den schwarzwald ....

Mein Schlafzimmer


zeige ich nur von aussen. aber so viel sei verraten: über dem wuchtigen doppelbett hängt ein riesiges bild mit einem erleuchteten jesus.

Meine neue Heimat

ist voller liebreiz! ob es die bewohner auch sind, weiss ich noch nicht. denn es gibt nicht annähernd so viele menschen wie tannen und kühe im schollachtal.

Blick aus dem Fenster vom Schwarzwaldhäusle


diesen blick habe ich, wenn ich aus dem wohnzimmer rausblicke. die grashalme wiegen sich im takt des windes, die blumen duften um die wette. die tannen, die dunklen, sind stumme zeugen dieses und meines treibens. der schwarzwald liegt mir quasi zu füssen!

Mittwoch, 3. Juni 2009

So sieht's hier aus



auf dem oberen bild ist das schwarzwaldhäusle zu sehen, in dem ich wohne: das rechte weiße haus.

kurz bevor ich in der grünen wiese ein mittagsschläfchen direkt vor meinem schwarzwaldhäusle gemacht habe, sah der himmel so aus wie auf dem bild, wunderschön.

heute morgen war ein journalist der "badischen zeitung" da. es sollen ja möglichst viele leute zu meiner vorstellung samt lesung aus "der klassenfeind und ich" am 13. juni nach eisenbach kommen!! im gespräch in der sonne auf der veranda entstand dann die idee, dass ich für die "badische zeitung" eine serie mit porträts von ostlern mache, die es in den schwarzwald verschlagen hat. da ist zum beispiel "judo-müller", ein sachse, der im sportverein in neustadt westler aufs kreuz legt. oder da ist die ostberlinerin, die vor jahren hier urlaub gemacht und sich verliebt hat, und geblieben ist. die liste wächst und wächst ....

auch die erste radtour liegt hinter mir. das gefährt hat zwar nur zwei gänge, aber dafür habe ich viele kühe kennengelernt! und bis zum tante emma laden in eisenbach brauchte ich nur eine halbe stunde. wenn ich beim nächsten mal aufpasse, nicht gerade in der mittagszeit zu fahren, da ist nämlich zu, dann kann ich auch einkaufen.

Dienstag, 2. Juni 2009

Der Schwarzwald hat mich!!


Der erste tag im schwarzwald: morgens um sieben aus dem nachtzug aus berlin gefallen, mit einem grossen rucksack und einem grossen koffer. der vorsitzende vom verein "kreatives eisenbach", herr holtz, stand frisch und munter am bahnsteig. nach dem motto "früher vogel fängt den wurm" gings zu ihm nach hause, wo seine frau frühstück gemacht hat. fast, aber leider auch nur fast wären die schweizer berge zu sehen gewesen. aber im moment reichen mir auch erst einmal die schwarzwälder berge. beim frühstück gabs gleich die ersten anekdoten über badenser und schwaben: ein arzt, der eine stelle in der klinik nicht bekam, weil seine frau, die aus welchen gründen auch immer sich vorstellen und sagen musste, wie sie sich in der region integrieren wolle, die todsünde begangen hatte, von schwaben statt von badenern zu sprechen. mal sehen, wie lange es dauert, bis ich das verstehen werde.
jetzt bin ich also auf dem beierleshof in schollach, einem ortsteil von eisenbach, knapp 50 kilometer von freiburg entfernt. der hof sitzt mitten auf einer saftigen wiese, weiter hinten beginnt der wald, davor grasen die kühe von bauer schuler. der war so nett, am späten nachmittag aufs dach hochzusteigen, um die DSL-leitung zu legen. hühner haben es beim eierlegen wahrscheinlich leichter.
ja, und dann gabs heute im hochschwarzwald gleich hochkultur! in einer buchhandlung in neustadt gab es ein "philosophisches cafe". etwa 60 männer und frauen machten sich gedanken über die frage "was ist wahrheit?" zum glück hatte keiner der anwesenden die wahrheit gepachtet. dafür hatten sie so viele fragen, dass einer drauf und dran war, die wahrheit zum phantom zu erklären. und zum glück gabs auch rotwein. in der buchhandlung werde ich hoffentlich bald auch aus "der klassenfeind und ich" lesen.
draussen ist es stockdunkel. an keinem fenster auf dem beierleshof brennt mehr licht. nur bei mir, bei der dorfschreiberin. und eine ziemlich grosse motte begehrt am fenster einlass. wie wild flattert sie mit ihren flügeln. aber da kenne ich nichts. das tierchen muss draussen bleiben. jeder an seinem platz!
im tante emma laden in eisenbach habe ich heute schon schwarzwälder schinken, ruchbrot und badischen weißwein gekauft. so lässt es sich leben.