Mägen hat die Kuh gleich vier. Und an jedem Tag des Herrn produziert sie an die 200 Liter Speichel. Während sie im Unterkiefer mit Schneidezähnen ausgestattet ist, acht Stück an der Zahl, hat sie oben keine Zähne, sondern eine Hornplatte. Als wäre ihre Zunge ein Lasso, greift sie sich damit Grasbüschel und reist sie heraus, schluckt das Gras dann fast unzerkaut, verdaut es vor, käut es wieder, verdaut es weiter und so fort, bis die Nahrung den Gang alles Irdischen geht, so wie auf dieser Weide auf dem Rudenberg in Titisee-Neustadt.
Freitag, 29. Mai 2015
Kühe zum Alange!
Mägen hat die Kuh gleich vier. Und an jedem Tag des Herrn produziert sie an die 200 Liter Speichel. Während sie im Unterkiefer mit Schneidezähnen ausgestattet ist, acht Stück an der Zahl, hat sie oben keine Zähne, sondern eine Hornplatte. Als wäre ihre Zunge ein Lasso, greift sie sich damit Grasbüschel und reist sie heraus, schluckt das Gras dann fast unzerkaut, verdaut es vor, käut es wieder, verdaut es weiter und so fort, bis die Nahrung den Gang alles Irdischen geht, so wie auf dieser Weide auf dem Rudenberg in Titisee-Neustadt.
Freitag, 27. März 2015
Donnerstag, 26. März 2015
Dienstag, 17. März 2015
Gankeli, Ginggankeli, Glunkerli
Peter Eckhardt in Altglashütten gehört zu den wenigen Glasbläsern, die es noch im Hochschwarzwald gibt. Seit Jahrzehnten fertigt er aus einem der ältesten Werkstoffe der Menschheit Gläser, Karaffen, Dekorationen und vieles mehr, und auch Schmuck. Über den Winter hat er aus dem faszinierenden Material wunderschöne Ohrringe mit gläsernen Tropfen, Kugeln und Scheiben gefertigt. In alemannisch nennt man derlei "Baumeleien" Gankeli, Ginggankeli, Ohreglunkerli. Oder einfach Glunkerli.




Donnerstag, 2. Oktober 2014
Der Hochschwarzwald bei Nacht
In der Nacht herrscht eine Dunkelheit, die so absolut ist wie der Schwarzwald hoch. Und es herrscht eine Stille, die nicht beängstigend ist, sondern selleweg beeindruckend und ihrer Lautlosigkeit absolut hörbar. Wenn sich nicht ab und an ein Bulle Gehör verschaffen würde, könnte man meinen, man wäre taub geworden.
Freitag, 26. September 2014
Cego und Alemannisch im Bierhäusle
Verlässlich wie ein Hochschwarzwälder Schneckengetriebe: Der Cego-Stammtisch am Donnerstag im Bierhäusle in Schollach. An jedem vierten Tag der Woche trifft sich dort die Kartenrunde.
Auch wenn ich schon Dutzende Male mit am Tisch gehockt und den Spielestand notiert habe, verstehe ich die Regeln nicht.
Aber das macht nichts.
Ich konzentriere mich darauf, die Männer zu verstehen.
Und sie überraschen mich immer wieder. Auch wenn die Kühe längst gemolken und die Hagen, die Farren, also die Bullen, versorgt sind, gehören die Viecher auch beim Spiel dazu.
Gespielt wird um kleines Geld, das aber mit d'gröschde Vergnügen.
Unter den wachsamen Augen von Auerhahn, Wiesel und Gemse, und den aufmerksamen Blicken von Guschd, dem 80jährigen Wirt, werden die Karten auf den Tisch geklopft, dass die Fingerknöchel krachen.
So ganz nebenbei lerne ich am Stammtisch immer wieder neue alemannische Ausdrücke. So wie diesen Satz hier: "Helf der God in e Rehfidle, no kumsch im ganze Wald rum." Herrlich. Hilft dir Gott in einen Rehhintern, dann lernst du den ganzen Wald kennen. Dann hoffe ich mal als Atheistin, dass mir der liebe Herrgott weiter in den Rehhintern hilft!
Wie immer wird gegen Mitternacht die Kaffeemaschine angeworfen und der
Kuchen, den einer der Cego-Spieler, ein Bäcker, mitbringt, gerichtet.
Zu später Stunde taucht dann noch der Ortsvorsteher auf. Ihm stand nach einer langen Gemeinderatssitzung der Sinn erscht emol nach ebbis Deftigem.
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Dienstag, 23. September 2014
Hoch zu Ross durch den Südschwarzwald
Das Eisloch am Höchenschwander Berg
Nachdem ich mit den Schwarzwäldern im Hochschwarzwald warm geworden bin, wurde im Wald beim
Höchenschwander Berg im Südschwarzwald die ganze Geschichte bis auf den Gefrierpunkt herunter gekühlt - durch ein
sehr interessantes Naturphänomen: ein Eisloch.
Durch eine unscheinbare Öffnung in der Felswand strömt eiskalte Luft, aus einem Loch, das vor Urzeiten durch den
Einsturz von Felsen entstanden ist. In den Hohlräumen, die sich zwischen den Felsblöcken gebildet haben, sammelt sich kalte Luft, die auch, weil sie schwerer ist
als wärmere Luft, am Boden der kleinen Höhle bleibt. Ein idealer Ort, um, was
auch immer oder wen auch immer, kalt zu stellen.
Hält man die Hand hinein, spürt man die Eiszeit am eigenen Leib.
Sonntag, 21. September 2014
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