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Freitag, 6. August 2010

Hock im "Bierhäusle"













Sällemol in Schollach



manchmal kehrt der täter an den ort der tat zurück ... ein jahr nach meiner zeit als dorfschreiberin habe ich die wanderschuhe wieder geschnürt und bin für zehn tage in schollach im hochschwarzwald gewesen.

Samstag, 24. Juli 2010

Ein Wiedersehen in Schollach

na, das ist aber eine überraschung! gerade kam eine mail von ramona schuler vom beierleshof, dass sie mich in der "badischen zeitung" gesehen hätte. "huch?", dachte ich und schaute sofort im internet nach. und war hoch erfreut, als ich den artikel fand:
ÜBRIGENS: Wiedersehen mit Barbara Bollwahn (veröffentlicht am 24. Juli 2010 auf badische-zeitung.de">
ramona merkte nur richtig in ihrer mail an, dass meine namensvetterin nicht auf der wiese, sondern im stall zur welt gekommen ist. egal, hauptsache, sie wächst und gedeiht.
wer lust auf ein wiedersehen hat, am 30. juli werde ich ab 20 uhr beim guscht im "bierhäusle" in schollach sein!

Mittwoch, 9. Juni 2010

Besuch aus dem Hochschwarzwald in Berlin

vergangene woche war karl meister, förster aus oberbränd, mit seiner familie auf berlinbesuch. nachzulesen heute in der taz:

* 09.06.2010

IM GAMBRINUS
Tischgebet

Im vergangenen Sommer war ich drei Monate Dorfschreiberin in einem kleinen Dorf im Hochschwarzwald, wo mir an jeder Ecke Unbekanntes begegnete. Unter anderem lernte ich den Förster kennen, der mit mir auf Auerhahnpirsch ging und mich zu einem wunderbaren Rehrücken in sein schönes Heim aus Holz einlud. Als ich mich auf das Essen stürzten wollte, forderte er das jüngste seiner vier Kinder auf, das Tischgebet zu sprechen. Um nicht zu verhungern, kam der Junge der Aufforderung nach. "Komm, Herr Jesus, sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast. Amen." Es war ein fremdes Revier für mich.

Vor wenigen Tagen war der Förster mit seiner Frau und den Kindern zu Besuch in Berlin. Olympiastadion, Wachsfigurenkabinett, Reichstag, Potsdamer Platz, was Leute von außerhalb so anschauen, wenn sie in der Hauptstadt sind. Ich hatte einen Tisch im "Gambrinus" bestellt, dieser Restauration in der Linienstraße schräg gegenüber vom Tacheles, wo es deftige Berliner Küche gibt. Während der Förster und ich eine Molle zischten, wurden die Kinder bei den Gerichten "aus fremden Töpfen und Pfannen" fündig und bestellten fast ausnahmslos "Italienisches Schnitzel", Schnitzel auf Spaghetti. Die Mutter wagte sich an einen "Bremsklotz", eine Berliner Riesenboulette mit Biersoße, Mischgemüse und Kartoffeln, der Vater an ein "Ofenrohr", Rinderroulade mit Rotkohl und Kartoffelkloß. Ich nahm "Berliner Leber". Als die Kellnerin das Essen brachte, wetzten alle sogleich das Besteck. "Wie?", fragte ich, "und das Tischgebet?" Der Förster forderte seinen Jüngsten auf, das zu übernehmen. Weil der partout nicht wollte, sprach er selbst die salbungsvollen Worte, während die anderen die Hände falteten. "Komm, Herr Jesus, sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast. Amen." Neben ihm auf der Bank lag der grüne Filzhut, den er sonst in seinem Revier aufhat. BARBARA BOLLWAHN




Montag, 31. Mai 2010

barbara auf der weide!

am 12. august 2009 kam das kälbchen im stall vom beierleshof auf die welt (siehe eintrag vom gleichen tag). es wurde nicht nur nicht verkauft, sondern auf den namen barbara getauft. ich war damals gerührt - und ich war heute gerührt, als ramona schuler mir dieses foto von der kleinen großen barbara schickte.

Donnerstag, 12. November 2009

Post aus Eisenbach

heute kam ein brief von lena sühling, über den ich mich sehr gefreut habe. drin war ein exemplar der "geschichten aus dem koffer", also die geschichten, die lena, ramona, silas, arne, laura und linda für den "zeit"-geschichtenwettbewerb im schwarzwaldhäusle auf dem beierleshof in schollach verfasst haben. lena schrieb in ihrem brief u.a. von einer reise nach berlin im sommer, vom reichstag, brandenburger tor, gedächtniskirche, east side gallery etc. und: dass sie in einer eisdiele eisenbacher getroffen haben! ja hallo, wer war denn das?


Dienstag, 10. November 2009

Wie ich vor 20 Jahren den Mauerfall erlebt habe

da ja der sommer im hochschwarzwald schon ganz im zeichen der deutsch-deutschen annäherung stand, will ich euch nicht den artikel von gestern in der taz vorenthalten. ein text über meinen anfang im westen, der anfangs gar nicht so rosig erschien:

http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/das-grosse-erwarten/

Dienstag, 3. November 2009

Nachlese

durch zufall fand ich im internet einen artikel, den die stuttgarter zeitung am 28. august 2009 veröffentlicht hat. da ist mir doch gleich wieder warm ums herz geworden.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2177837_0_1905_-barbara-bollwahn-45-alemannisch-statt-berlinerisch-landsleute.html

ps: von familie schuler auf dem beierleshof weiß ich, dass die barbara im stall wächst und gedeiht!

Dienstag, 1. September 2009

Ankunft in Berlin

nach sechseinhalb stunden zugfahrt kam ich am montag abend halb zehn am hauptbahnhof an. eine freundin hat mich zum glück mit dem auto abgeholt. weil meine irische untermieterin noch in meiner wohnung war, habe ich eine nacht in kreuzberg verbracht. die hauptstadt empfing mich mit einer lauen sommernacht. doch bevor wir am marheinekeplatz eine molle, wie der berliner zum bier sagt, gezischt haben, hiess es, das gepäck hoch zu wuchten. wurschtbüchsen, schwarzwälder schinken, kirschwasser und badische weine zwangen mich fast in die knie ...
im taxi gings dann heute mittag von kreuzberg nach friedrichshain, über die spree hinüber. auf den straßen autos und fahrradfahrer statt traktoren und kühe.




Der Abschiedssonntag

kaum sass ich auf der vespa, um vom beierleshof aus meine abschiedstour durch schollach zu beginnen, kamen zwei wanderer des wegs. sie hatten sich e weng verlaufen und fragten nach wasser für ihren hund. das pärchen kam aus sachsen! gern habe ich ihnen gesagt, wo es lang geht und dem tierchen von dem reinen schwarzwälder wasser gegeben.

ich hatte einige ausgaben der taz mit dem artikel über meine dorfschreiberzeit dabei. mit grossem interesse las elfriede im schneckenhof die zeitung aus dem fernen berlin. und: sie spendierte eine runde sekt!

ihr bruder, der bei unserem ersten treffen gesagt hatte, "mit sachsen ham mir nix am hütli", nutzte die gelegenheit, alte sächsische illustrierte aus dem 19. jahrhundert zu zeigen und fotos von 1967 und 1968, als er in leipzig war.

als wir also gemütlich bei sekt und kuchen im garten von schneckenhof sassen, dabei war auch ewald, der hausmeister von der wolfwinkelhalle, kam herr witt, der drahtige radfahrer aus freiburg, den ich schon einmal auf der ofenbank im schwarzwaldhäusle abgelichtet hatte, vorbei. so ein zufall aber auch. zuvor hatte er vergeblich an meiner tür auf dem beierleshof geklopft.

dann gings natürlich zum guscht im bierhäusle. voller freude sah ich, dass eins der fotos, die ich ihm zum geburtstag geschenkt habe, schon einen ehrenplatz gefunden hat.

ein letztes mal schaute ich fasziniert zu, mit welcher bedächtigkeit guscht seine rechnungen schreibt:

dann versuchte ich, ihm eine reise nach berlin schmackhaft zu machen:

und wie sollte es anders sein, das vorerst letzte abendessen im hochschwarzwald gabs im gasthof "engel" auf dem hochberg. der verein "kreatives eisenbach" hatte klaus, silvia und maria schuler und meine wenigkeit eingeladen.

leider sind renate und jürgen holtz, auch vom verein, nicht auf dem bild. ich war wohl zu sehr mit dem essen und der abschiedsmelancholie beschäftigt. die vorzügliche rinderzunge, und alles andere auch, wurde natürlich wieder vom überaus charmanten juniorchef zubereitet.

jetzt hat roswitha noch ein bild geschickt, auf dem alle drauf sind: