Samstag, 10. Dezember 2011

schwarzwälder gedicht

für alle, die es nicht wissen, organist dieter sigwart ist nicht nur ein meister auf der orgel, sondern auch der dichtkunst! hier ein gedicht zur weihnachtsbäckerei, das er verfasst hat. birewecke klingt für mich nach bier und wecken, aber ich vermute mal, es handelt sich um eine art brötchen mit was drin.

De Birewecke.

(e wirkli wohri Gschiecht, vezelt, im hochschwarzwälder Dialekt)

De Dieter, wo allewil schpielt in de Kirch, uf de Orgle,
hät e Frau, di-e duet scho guet fir en sorge.
Si seit;: „Dass du mir it schdirbsch de Hungerdod,
bach ich dir uf Wiihnächte, e Früchtebrot“.

Am e schäne Obe im Advent, isch de Dieter elai in de Kuchi, dewiel d’ Inge duet bade.
Er denkt, do… eini vo dene Trockefrüchte fir de Birewecke, kinnt ez it schade.
Di-e sehe zwar eweng vehuzled us, aber ich lon mi it be-irre,
des mi-en si sie, di-e trocknete Bire.

Er brobi-ert emol eini un denkt, des schmeckt jo gar it schlächt,
do wär e zweidi grad no rächt.

Doch uf eimol, wird’s em ganz elend un fad,
er got zu de Inge duri in’s Bad,
„du, ich han grad zwei vo diene Trockebire gesse un ez han i im Buch, so e komisch Gribbele,
… „ja schbinnsch du?..., sel sin doch mini Bluemezibele“….“

„Jesses Frau, wa wird ez mit mir bassi-ere,
ich wir doch mi Läbe it scho veli-ere“?
„Hä nai, ez nimsch en Zucker, mit e baar Dropfe Melissegeischt,
deno bedde mer e Gsätzli vom schmerzhafte Rosegranz, sel hift doch z’meischt.
Un bevor s’ näscht mol neisisch ebbis ganz vekehrt’s,
kunsch zu mir un frogisch z’erscht“.



0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen